ZWEI

 
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Gedanken fliegen durch deinen Kopf, wie ein Meteoritenhagel durchs All, in einer rasenden Geschwindigkeit, unaufhaltsam. Du findest keine Ruhe, du kannst nicht schlafen, drehst dich von einer Seite auf die andere. Du sagst es nicht! 

 

Zerrissen, unsicher und mit dir selbst uneins. Du traust diesem Gefühl in dir nicht, es lässt dich nicht los. Du zerdenkst es, stellst es in Frage und entkräftest es. Es kommt wieder, es sitzt in deinem Kopf wie ein Stein im Fels eingeschlossen. Du willst fliehen aber es lässt dich nicht los. Du sagst es nicht! 

 

Gefangen in deiner eigenen Welt aus Gedanken und anerzogenen Paradigmen, du drehst dich um, rennst weg und siehst sie nicht mehr. Sie ist wieder da! Du willst sie nicht mehr, Du zerbrichst, wachst auf und fühlst dich schwach! Du sagst es nicht! 

 

Du bist hin- und hergerissen, sie fühlt sich gut an, diese Vorstellung. Sie nimmt Gestalt an, sie wächst wie eine kleine Blume, die du jeden Tag pflegst und mit Wasser versorgst. Und da sind sie wieder, diese Gedanken, sie legen sich wie ein schwarzes schweres Tuch über diese kleine Blume, lassen sich nicht mehr atmen, du fängst an zu zweifeln. Du hörst sie nur noch leise wispern, diese Stimme und verschließt deine Ohren vor ihr. Es macht dich verletzlich, du fühlst dich zerbrechlich. Du sagst es nicht! 

 

Du stehst auf und rennst los, es fühlt sich gut an. Alles fliegt an dir vorbei, in einer blitzschnellen Geschwindigkeit, als wäre es nichts! Losgelöst von allem, schwebend, als seist du Luft. Diese Energie ist unglaublich, sie erfüllt dich, wie niemals zuvor etwas es tat. Ein Traum so schön wie ein Schmetterling, der die Welt entdeckt. Er gibt dir ein gutes Gefühl, du träumst ihn wieder und wieder. Er ist dein Rückzugsort, das Paradies des Alltages, der Kokon deiner Seele. Du sagst es nicht! 

 

Du weißt nicht, wofür du das alles tust, warum du so fühlst?! Du fragst nach, doch du findest keine Antworten. Du verstehst es nicht, traust dich nicht. Doch du weißt, es ist richtig, tust es aber nicht. Du sagst es nicht.

 

Dieses Gefühl, es ist wieder da, lange war es weg, Du kanntest es nicht mehr? Es lässt dich nicht mehr in Ruhe. Es lässt dich leben, dich spüren, es lässt dich nicht mehr du Selbst sein. Du bist verwirrt, Gedanken fliegen umher. Du drehst mich um, rennst weg, es ist noch da. Es ist schön, es tut weh, es brennt, dieses Gefühl! Du schläfst ein, du wachst auf, es sagt „Guten Morgen“, dieses Gefühl. Du willst es nicht mehr haben, möchtest es aber auch nicht mehr verlieren. Du sagst es nicht!

 

Doch von außen betrachtet bist du so schön wie Schmetterling, so zart und zerbrechlich. Nur du siehst es nicht, aber ich sage es Dir!